WAS TIER GEGEN E-SCOOTER IM WASSER UNTERNIMMT – TIER

WAS TIER GEGEN E-SCOOTER IM WASSER UNTERNIMMT



WAS TIER GEGEN E-SCOOTER IM WASSER UNTERNIMMT

Durch Vandalismus mutwillig in Gewässer geworfene e-Scooter sind nicht nur ein großes Ärgernis für Betreiber, sondern gefährden potentiell auch die Umwelt, unser Trinkwasser und Schifffahrtswege. Wir setzen uns daher präventiv dafür ein, solche Vorkommnisse zu unterbinden.

Bei E-Scootern, die in Gewässer geworfen werden, handelt es sich in der Regel um gezielten Vandalismus. Durch eine mutwillige Zerstörung von Fahrzeugen entsteht nicht nur ein potentieller Umweltschaden, auch wir als Anbieter trägt einen finanziellen Schaden davon. Dieser setzt sich aus mehreren hundert Euro für einen E-Scooter, den Bergungs- und Recyclingkosten und der Ersatzbeschaffung für ein neues Fahrzeug zusammen. Es liegt also in unserem eigenen Interesse als Anbieter diese Fälle so gering wie möglich zu halten. 

Wir haben daher von Beginn an in allen Städten, in denen wir aktiv sind, Parkverbotszonen an Gewässern eingerichtet. Egal ob es sich um einen Bach, See oder Kanal handelt, das Abstellen unserer Fahrzeuge ist im Umkreis von 50 Meter nicht gestattet. Auch Brücken sind grundsätzlich als Parkverbotszonen gekennzeichnet. Allein durch diese Maßnahmen wird Vandalismus reduziert, kann aber nie gänzlich ausgeschlossen werden. 

Für vorsätzliches Handeln von Randalierern haben wir kein Verständnis und wir verfolgen Fehlverhalten deshalb gemeinsam mit den städtischen Behörden und der Polizei. Durch diese Zusammenarbeit und den eigenen Erfahrungen werden Vandalismus-Schwerpunkte erkannt und wir können als Anbieter entsprechend reagieren.

Der Schaden, der dadurch Vandalismus entsteht ist beträchtlich. Er drückt sich nicht nur finanziell oder durch Umweltverschmutzung aus, er entsteht auch dadurch, dass eine noch junge Mobilitätsbranche diskreditiert und in Verruf gebracht wird. Das eigentliche Ziel nachhaltiger Mobilität als Alternative zum privat genutzten PKW zu etablieren rückt in den Hintergrund; die Mission Mobilität in unseren Städten besser zu organisieren verliert an Relevanz. Wir haben also ein eigenes Interesse daran Vandalismus zu bekämpfen, seien es zerstörte städtische Parkbänke, gesprayte U-Bahnen oder ins Wasser geworfene E-Scooter. Die Zusammenarbeit mit den Behörden steht daher für uns an erster Stelle. 

Das gilt auch für die notwendige Bergung von im Wasser befindlichen Fahrzeugen. Für uns ist es klar, als Anbieter Verantwortung dafür zu tragen, dass  Umweltverschmutzung und Vandalismus bekämpft und möglichst rückgängig gemacht werden muss. Hierzu haben wir in allen betroffenen Städten Prozesse aufgebaut, die ein schnelles und sicheres Bergen von Fahrzeugen ermöglichen, oft in Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden, Tauch-Vereinen oder mit NGOs. Grundsätzlich werden alle geborgenen Fahrzeuge im Nachgang auf mögliche Schäden überprüft und gemeinsam mit unseren Recyclingpartnern fachmännisch entsorgt; ein Wiederinverkehrbringen von im Wasser befindlichen Scooter erfolgt nicht. 

Die in allen E-Scootern verbauten Akkus erfüllen höchste Standards und sind innerhalb der EU zugelassen, zu diesen gehören auch die EU-Anforderungen für Substanzen-Handling nach den Maßstäben von RoHS, REACH und CE. Die E-Scooter erfüllen alle technischen Voraussetzungen, um als Kraftfahrzeuge auf europäischen Straßen zugelassen zu werden. 

Wie viele E-Scooter liegen nun in deutschen Gewässern? 

Eine genaue Zahl ist nicht bekannt, es existieren hier lediglich Schätzwerte. Auch die genaue Lokalisierung ist nicht immer möglich, ein verschwundener E-Scooter muss deswegen nicht unbedingt auch in einem Gewässer liegen. Wir gehen davon aus, dass weit weniger als 1 Prozent aller E-Scooter Straftaten und Vandalismus zum Opfer fallen. Es bleibt somit festzuhalten, dass es kein generelles Problem mit E-Scooter in Gewässern gibt und die allermeisten Nutzer grundsätzlich sorgfältig mit unseren E-Scootern umgehen.

Leider gibt es Ausnahmen, E-Scooter werden in Gewässer geworfen und in Ausnahmefällen ist eine schnelle Bergung ist nicht immer möglich. Der Rhein ist eine der meistbefahrenen Wasserstraßen Europas, ist bekannt und gefürchtet für seine starke, tückische Strömung und an vielen Stellen sehr tief. Eine Bergung von E-Scootern am Rhein durch uns als Anbieter ist deshalb schlicht und ergreifend unverantwortlich und kann nur mit Fachleuten und nach Genehmigung der Stadt passieren. Nichtsdestotrotz sind wir bemüht auch hier eine zügige Lösung herbeizuführen, denn als Betreiber haben wir natürlich eine Verantwortung für unsere Fahrzeuge. 

Die Verantwortung aber dafür, dass unsere Fahrzeuge überhaupt in Gewässern landen weisen wir klar zurück. Es sind Menschen, die aus für uns nicht nachvollziehbaren Gründen blinden Vandalismus betreiben, die E-Scooter von den Rheinbrücken Kölns werfen. Für uns ist es in mehrfacher Hinsicht ein schmerzlicher Verlust. Wir stehen für nachhaltige Mobilität, arbeiten klimaneutral und möchten einen positiven Beitrag für die Entwicklung des Stadtlebens leisten. E-Scooter im Wasser sind genau das Gegenteil. 

Wir setzen ständig neue Maßstäbe für Nachhaltigkeit in der Mikromobilitätsbranche und leisten kontinuierlich Pionierarbeit bei der Entwicklung neuer Standards. Beispielsweise kooperieren wir mit dem schwedischen Batteriehersteller Northvolt, um die Nachhaltigkeit von E-Scooter-Batterien zu verbessern, sowie deren Rohstoffbedarf und die damit verbundenen Emissionen zu senken. Northvolt stellt derzeit die weltweit umweltfreundlichsten Batterien her, mit denen in einem Pilotprojekt 5.000 TIER-Scooter ausgerüstet werden.

Um die Lebensdauer von E-Scooter-Batterien zu verlängern, sind TIER und das deutsch-indische Startup Nunam eine Partnerschaft eingegangen. Aus gebrauchten Batterien werden neue Energiespeichersysteme, die kleine Geräte wie Smartphones, Ventilatoren oder Lampen mit Strom versorgen. Ziel ist es, mit den recycelten und umgewandelten Batteriezellen die Entwicklung von Gemeinden in ländlichen Gebieten von  Indien zu unterstützen.

Aktuell treiben wir zudem die Elektrifizierung der Flotte für den operativen Betrieb weiter voran. Die Inbetriebnahme zahlreicher Lastenräder von ONO und Elektrotransporter der sächsischen Firma ARI Motors in zahlreichen europäischen Städten und der Betrieb all unserer Lagerhäuser mit grüner Energie sind weitere Meilensteine bei der Vermeidung und Reduzierung von Emissionen.